Traumfinale in Berlin für den HavelQueen-Achter

Samstag der 15.September 2017 - Berlin – Strahlender Sonnenschein – die Frisur sitzt

Auch einen Tag später können wir es immer noch nicht glauben. Das Heimspiel auf der Spree, direkt vor der Mercedes Benz Arena an der geschichtlichen EastsideGalery ist für uns zu einem wahren Fest geworden. Unterstützt von den Vereinen, Freunden, Familie und vielen weiteren Fans ging es für uns und die Jungs vom Hauptstadtsprinter Berlin in die letzten Renntag der Saison.

Die Ausgangsposition

Nach 4 Renntagen gingen wir mit zwei 3.Plätzen und 4. Plätzen sowie einem 4. Gesamtplatz nach Berlin. Einen Punkt vor uns in der Tabelle der Crefelder Ruder-Club und der Ruderclub aus Hanau. Ziel war es, sich den 3. Gesamtplatz zurück zu erkämpfen, dazu mussten die Crefelder mindestens 2 Plätze hinter uns bleiben.

Zeitfahren& Achtelfinale

Alles begann mit dem Zeitlauf gegen den Achter aus Waltrop. Dieses Rennen konnten wir deutlich gewinnen, auch wenn wir mit uns noch nicht ganz zufrieden waren. Kurze Zeit später die Verkündung der Rangliste nach dem Zeitfahren. Auf einen Platz unter den Top4 hatten wir gehofft, aber es wurde ein sensationeller 2. Platz. Im nächsten Rennen ging es dann gegen den vorletzten aus dem Zeitfahren, also wieder dem Damenachter aus Waltrop. Erneut konnten wir Damen hinter uns lassen und so ungefährdet ins Viertelfinale einziehen.

Viertelfinale & Halbfinale

Im Viertelfinale hieß der Gegner „Hansa Sprinter Hamburg“ um uns den Einzug in die Top4 und unser damit gesetztes Ziel zu sichern, mussten wir auch dieses Rennen gewinnen. Mit viel Mut, Ehrgeiz und der richtigen Portion an Vertrauen ging es an den Start. Die Ampel sprang auf Grün und vom ersten Schlag an stellten wir klar, dass es an uns heute kein Vorbeikommen gibt. Mit einem deutlichen Sieg fuhren wir wieder unter die Top4! Freude pur und das erste Etappenziel erreicht. Doch diesmal wollten wir mehr!!! Im Halbfinale standen wir neben keinem geringeren als dem JKU Banner Wiking Linz Achter aus Österreich am Start. Die Linzer Damen hatten bis dato einen perfekten Renntag und fuhren das erste Mal unter die Top4. Ein Rennen auf Augenhöhe, welches Gänsehaut versprechen sollte.
Alle Ampeln auf Grün! Am Start waren die Linzerinnen einen kleinen Tick schneller aber zur Streckhälfte konnten wir unseren Bugball bereits knapp vor sie schieben. Wir wollten diesen Sieg unbedingt und mit diesem Ehrgeiz führen wir die letzten Meter auf Vollgas. Der Dank dafür kam im Ziel: SIEG FÜR DEN HAVELQUEEN-ACHTER.
Keiner weiß, wer an diesem Tag mehr strahlte, die Sonne oder wir. Wir hatten es endlich geschafft, das große Finale. Die Silbermedaille sicher, Platz 3. der Gesamtwertung sicher. Perfekter konnte dieser Tag eigentlich nicht werden.

Finale

Im Finale lagen wir am Start gegen den Ligachampion aus dem letzten Jahr, den Melitta Minden Achter. Unser Ziel war es, so lange wie möglich aus an den Damen aus Minden dran zu bleiben. Wer weiß, vielleicht schafften wir ja doch noch eine Sensation an diesem Tag. Am Start konnten wir noch gut mithalten, aber dann gingen uns die Körner aus und wir mussten sie ziehen lassen. Verdienter Sieger und erneuter Ligachampion der Melitta-Achter Minden.

ABER ….

Ein Grund den Kopf hängen zu lassen?? NEIN! Wir haben vielleicht Gold verloren aber Silber gewonnen. Niemand hätte damit vor Beginn des Renntages damit gerechnet. Wir haben endlich zeigen können, was in uns steckt. Und das beste: Familie, Freunde und Fans konnten diesen Moment mit uns teilen. Vor heimischer Kulisse zu rudern, ist doch immer noch der emotionalste Moment.
Im Ziel dann die nächste Überraschung … im kleinen Finale hatte der JKU Banner Wiking Linz den Ruderclub Hanau geschlagen. Damit konnten wir in der Gesamttabelle durch unsere Silbermedaille auch an Hanau vorbei ziehen und sind

Vizechampions der 1. Frauenbundesliga!!!

Ein großes Dankeschön geht an alle unsere Fans, an die Familien, die uns unterstützen sowie uns den nötigen Rückhalt geben aber auch an unsere Sponsoren, welche immer an uns geglaubt haben und uns unterstützen. Nicht zu vergessen unsere Vereine der RC-Tegel, der RC-Potsdam und auch die Ruder-Union Arkona, die uns so lieb aufgenommen haben. Aber der größte Dank geht zum einen an unseren Trainer Thomas Schiefke, welcher unermüdlich mit uns auf dem Wasser arbeitet, Trainingspläne schreibt, sich Wehwehchen & Sorgen anhört und einfach das richtige Händchen hat. An die Männer vom Hauptstadtsprinter für intensive und fordernde Einheiten und vor allem auch an uns selbt.

„Gewinner sind keine Personen die nie gescheitert sind, aber sie sind Personen die nie aufgegeben haben“

Nach zwei harten Jahren, haben wir gestern den Lohn für die Schinderei im Winter und den ein oder anderen Verzicht bekommen. Champions sind die, die an sich glauben, auch wenn es kein anderer tut. Wir haben immer an uns geglaubt und an das was wir können. Selbst einen Tag später ist das alles noch nicht richtig greifbar und fassbar aber es fühlt sich wundervoll an.
Nur als Team konnten wir das schaffen!

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