2. Renntag RBL Fazit

HavelQueen-Achter holt die zweite Silbermedaille

Bei tropischen Temperaturen von 32 Grad bestritten wir am Samstag den zweiten Renntag der Ruderbundesliga in der Blütenstadt Werder. Für uns Heimspiel - sind wir doch schon als Kinder unsere ersten Wettkämpfe auf dieser Strecke gefahren.

Mit sehr viel Respekt und Nervosität ging es in das erste Rennen gegen den Hebewerkachter aus Waltrop. Viele Freunde, Familie und Weggefährten der letzten Jahre erwarteten mit Spannung unser erstes Rennen. Auch für uns war es mit dem nagelneuen Boot eine Feuertaufe . Hier sollte sich nun zeigen, wir gut wir es schon beherrschen. Das erste Rennen ist immer das Schwerste und legt den Grundstein für die kommenden Rennen.

Mit einem durchwachsenen Rennen konnten wir uns dennoch den zweiten Platz im Timetrail sichern. Schnellstes Boot war wieder der Melitta Achter aus Minden (Team Red). Aber und das brachte Sicherheit, der Abstand zu Rang 3 war deutlich.

Im Achtelfinale ging es dann gegen den Leineachter aus Hannover. Mit einem kontrollierten Rennen konnten wir auch dieses für uns gewinnen. Das Viertelfinale bestritten wir, wie schon in Frankfurt und so vielen Rennen des letzten Jahres, gegen den starken JKU Wiking Linz Achter. Die Linzerinnen sind nie zu unterschätzen und dementsprechend war vom ersten Schlag an Konzentration gefragt.

Die Ampel auf grün - der erste Schlag sitzt, der zweite nicht. Nach einem kurzen Strauchler konnten wir uns wieder fangen und fuhren an die Linzerinnen heran und vorbei. Mit einem deutlichen Vorsprung sicherten wir uns wieder einen Top 4 Platz. Minimalziel erreicht.

Kurze Mittagspause, irgendwie Schatten suchen, irgendwie Abkühlung verschaffen und gaaaaanz viel trinken. Über den Mittag wurden die Temperaturen fast unerträglich.

Im Halbfinale trafen wir auf die Mainkriegerinnen aus Hanau. Eine sehr starke Mannschaft, welche uns bereits im  vergangenen Jahr das ein oder andere Mal das Leben schwer machte. Die eigenen Erwartungen, die der Familie und des Trainers waren hoch - das große Finale sollte es sein. So starteten wir sehr engagiert, im Mittelstück konnten wir unsere volle Stärke unter Beweis stellen und uns sicher in das große Finale rudern. Jubel ohne Ende.

Zum Finale endlich Temperaturen unter 30 Grad. Am Start - das Team Red und wir. In Frankfurt mit noch fast einer 3/4 Länge hinter den Damen vom Wasserstraßenkreuz, wollten wir dieses Mal mehr. Was ist nach 4 harten Rennen in dieser Hitze noch drin? Schaffen wir das Wunder auf unserem Heimatgewässer? Die Ampel springt auf Grün und die letzten Schläge des Tages fordern jedes einzelne verbleibende Körnchen in den Muskeln - sie brennen! Bei der Streckenhälfte lagen wir noch gut neben den Damen aus Minden, müssen danach den vorherigen Rennen Tribut zollen und die Mindnerinnen auf den letzten 80-70 Metern ziehen lassen. Am Ende ist es keine halbe Länge die zum Sieg fehlte.

Enttäuschung? Niemals! Wir haben nicht Gold verloren sondern Silber gewonnen. Wir sind 5 konstant gute Rennen gefahren und wir kommen näher -- Stück für Stück. Wir sehen uns in Minden ....

Es ist für uns nicht verständlich dort zu stehen, wo wir stehen. Dahinter steckt sehr viel Training, Verzicht, Teamgeist, der Wille jedes Einzelnen, unser Trainer Thomas, unsere Vereine, unsere Sponsoren, Familie und Freunde.

Die Bilder des Renntages befindet sich unter Bilder