5. Renntag Fazit

Ligachampions 2018 – Der Pott geht in die Muddastadt

Wie soll man einen finalen Renntag beschreiben, den man selbst noch nicht richtig realisiert hat?

Fakt ist: Wir sind LIGACHAMPION 2018!

Vor dem letzten Renntag in Bad Waldsee standen wir auf dem 2. Gesamttabellenplatz und mit einem Mini Punktunterschied von einem Punkt zu dem vor uns liegenden Melitta Achter Minden Team Red. Drei Punkte Vorsprung vor den Mainkriegerinnen aus Hanau sowie dem Flow WaterJet Ruhr-Achter aus Essen. So eng war es selten in der Tabelle. Es war klar – patzen ist nicht möglich.

Im Zeitfahren, welches gar nicht unseren Vorstellungen entsprach, konnten wir uns einen 2. Platz sichern, was uns in eine gute Ausgangssituation brachte. Das Achtelfinale gegen den Achter aus Waltrop konnten wir souverän gewinnen und zogen damit auf geraden Weg ins Viertelfinale ein. Die "unbeschriebene RBL Regel 2018" - ein Rennen Havelqueens gegen JKU Wiking Linz traf dieses Mal im Viertelfinale zu. Wie immer waren die Linzerinnen ein starker rund hartnäckiger Gegner, welchen wir erst kurz vor der Ziellinie knacken konnten. Das hieß zum 5x in dieser Saison TOP4!

Das Halbfinale sollte bereits unser Finale werden. Da der Tabellenführende und amtierende Ligachampion Melitta Minden sein Viertelfinale gegen Crefeld verlor, waren sie nicht mehr unter den TOP4. Mit einem Sieg im Halbfinale – könnten wir Ligachampion werden. Wir konnten uns also eigentlich nur noch selbst im Weg stehen oder den Sack zumachen.

Mit einem beherzten Start machten wir direkt klar, dass wir diesen Titel wollen und legten uns vor die Damen aus Crefeld. Zur Streckenhälfte lagen wir fast gleich auf und dann kam der Endspurt…die letzten 30…20…10…5m – die Schmerzen wichen einem Lächeln. Die Zielhupe und lautes Geschrei. Wir hatten es geschafft. Wir standen im großen Finale um Platz 1 und 2 und waren Ligachampions 2018.

Unfassbar… Angereist als Invalidenmannschaft mit Rückenschmerzen, Erkältungen usw. wussten wir zwei Tage vor dem Zeitfahren noch nicht einmal, ob wir genügend Ruderinnen für den Renntag zusammenbekommen. Und nun? Nun sind wir Ligachampion.

Im Finale mussten wir dem "saustarken" Flow WaterJet Ruhr-Achter aus Essen den Vortritt lassen. Zu groß die Erschöpfung aus den letzten vier Rennen. Ein Renntagsieg bleibt uns damit verwehrt aber das große Ganze haben wir geschafft.

Zum 10 Jährigen Jubiläum der Ruder-Bundesliga sind wir der erste Achter, der es geschafft hat, Ligachampion zu werden, ohne einen einzigen Renntag gewonnen zu haben. ABER - wir sind in dieser Saison mit Abstand mit der kontinuierlichsten Leistung aufgetreten und konnten uns damit die Krone sichern. Denn wie heißt es umgangssprachlich? Hinten kackt die Ente.
Fazit der Saison: 4x Silber; 1x Bronze und 1x Gesamtgold sowie einen riesen Pokal.

DANKE!!!

Realisiert, haben wir das Ganze sicher noch nicht. Aber eins steht fest: allein hätten wir das niemals geschafft. Daher geht ein großes Dankeschön an all unsere Sponsoren, Freunde, Familien, Fans, unsere Vereine (Ruderclub Potsdam & Ruderclub Tegel) sowie der Ruder-Union Arkona. An alle „Aushilfsruderer/innen“, welche das Boot des Öfteren auffüllten. Ein besonderes Danke geht an unseren unermüdlichen Trainer Thomas, welcher es mit so einer großen Frauentruppe nicht immer leicht hatte.

Aber auch an uns selbst verteilen wir ein LOB – verdient haben wir uns diesen Titel nur als TEAM. Jede Einzelne, die zum Training kam, die bei Wettkämpfen half, im Boot saß oder die Daumen drückte,war und ist beteiligt und damit Teil dieses Titels.

Glückwunsch auch an unsere Jungs vom Hauptstadtspinter zum Gewinn der Liga!

Die Bilder des Renntages findet Ihr unter: Bilder